Wie alles begann

Während unseren Jugendjahren waren wir schon begeisterte Gartler und haben viele verschiedene Gemüsearten in den Gärten unserer Eltern angebaut. Einige Pflanzen wurden liebevoll auf den Fensterbänken vorgezogen und schon damals wurden jene Pflanzen, die nicht mehr im eigenen Garten Platz hatten, an Bekannte weitergegeben.

In unserer Studienzeit (Ökologie bzw. BWL) mussten wir allerdings anfangs mit einer kleinen Terrasse vorlieb nehmen, diese haben wir aber bestmöglich mit Pflanzen verschönert. Da der Platz für unser Hobby einfach zu klein war, suchten wir Alternativen: zuerst eine Erdgeschosswohnung mit Gartenanteil in Innsbruck, später dann ein Haus in Axams mit großer Gartenfläche.

Da nun die Gartenfläche um ein vielfaches größer wurde, steigerte sich auch die geerntete Menge an Gemüse. Vor allem die wunderbare Formen- und Farbenvielfalt der Tomatensorten ist zu unserem Schwerpunkt im Garten geworden. So haben wir im Jahr 2015 an die 26 verschiedene Sorten (ca. 250 Pflanzen) im Haus vorgezogen, davon wurde ein Teil im Garten verpflanzt und der große Rest an Freunde und Bekannte weitergegeben. Dazu sind dann auch noch eine Reihe an Paprika, Chili, Auberginen sowie Kräuter und Blumen dazu gekommen. Unserer Vielfalt ist auch bei unseren Freunden sehr gut angekommen und die Nachfrage wurde mehr. 

Die Erntemengen vor allem bei den Tomaten (derzeit haben wir über 200 verschiedene Sorten) übersteigen den Eigenbedarf weit. Auch anderes Gemüse und Obst aus dem Garten wachsen üppig. Dies war dann der Start für unser Gewerbe der Lebensmittelproduktion. Wir verarbeiteten die verschiedenen Gemüsesorten zu unterschiedlichsten Lebensmittel wie Nudelsaucen, Ketchup, Marmeladen oder auch Gewürzsalze und verkaufen diese auf regionalen Märkten.  

drei verschiedenfärbige Bohnen Blüte der Kapuzinerkresse Topf mit Tomaten  

In unserem kleinen Selbstversorgergarten in Axams auf 940m MH haben wir eine große Vielfalt etablieren können, sodass wir auch die "Natur im Garten" Plakette erhalten haben. Für uns ist es sehr wichtig die Biodiversität und Vielfalt in allen Bereichen zu erhalten und fördern. Auch unsere Ausbildung der Saatguterhaltung und die Tätigkeit des Sortenerhaltens für das Samenarchiv des Vereins Arche Noah hat uns dabei sehr geholfen.  Wir haben verschiedenen Kurse über Hühnerhaltung oder Direktvermarktung besucht und die Ausbildung zum Imker gemacht. 

Alle unser Vorstellungen und Wünsche haben in dem Hausgarten in Axams nicht mehr Platz gefunden, sodass wir uns auf die Suche nach einen kleinen Hof gemacht haben, diesen haben wir dann auch 2021 gefunden. Er liegt im wunderschönen Süd-Burgenland und hat viel Platz für unsere Vielfalt an Pflanzen und unserer kleine Hühnerschar. 

Wir werden nun unsere Kleinst-Landwirtschaft so gestalten, dass unser Bauernhof eine große Vielfalt an Gemüse und Obst produziert, die wir dann auch wieder zu köstlichen, natürlichen Lebensmittel verarbeiten werden.